Sound & Recording"CableDance ist kein alleine glücklich machender Rundumschlag, sondern solide Inspiration in Form einzelner Sahnehäubchen."
Der Tanz der Kabel soll vor allem Freunde von Electro, House und Minimal bedienen. Entsprechend kurz und knackig sind die meisten Sounds auch. So gibt es Bässe, Drums, Sequencer- und Synthsounds(die man gemeinhin als Polysounds bezeichnen könnte). Das erscheint nur konsequent: Leads und Pads haben in den eher minimalen Stilen einen geringen Stellenwert, weil es statt klarer Melodielinien eher Synthriffs über rhythmischen Groovepatterns gibt. Die Bässe befleißigen sich größtenteils kurzer Decay-Phasen, was man auch für viele der anderen Üatches behaupten kann. Sie fügen sich gut in den entprechenden Arrangements ein und betonen das rhythmische Klickern der anvisierten Stile. Von den Drums hätte ich gerne sehr viel mehr gehabt. Der Rest ist dafür mit ahlreichenen Synthsounds gefüllt. Zunächst wirkt das alles eher unaufregend und normal, aber im Zusammenspiel sind es genau die Sounds, die man prima als i-Tüpfelchen brauchen kann. So starr wie das Material auf vielen Sampling-Produkten sind sie nicht, aber man sollte sich nicht scheuen, selber noch Hand anzulegen und zu variieren. CableDance ist kein alleine glücklich machender Rundumschlag, sondern solide Inspiration in Form einzelner Sahnehäubchen.
Praxis und Fazit - Bei so viel Licht fällt auch ein wenig Schatten. Nicht recht gefallen wollen mir die Effekt-Settings mancher Sounds. Sie stehen zwar allesamt wunderbar da, wenn man sie alleine spielt. Aber bei dieser Art von Bässen würde ich deutlich weniger Ambience- und Delay-Effekte erwarten. Für viele Arrangements muss man die Effekte erst mal zurücknehmen oder gleich ganz deaktivieren. Überhaupt einmal einstellen muss man meistens typische Modulationen. Das finde ich sehr schade, damit würden die Sounds noch einmal deutlich an Flexibilität gewinnen. Ab Werk öffnet sich aber kein Filter, eiert kein Vibrato, schwurbelt kein LFO, wenn man Aftertouch oder Modulationsrad betätigt. Ein paar Basics hätten da schon gut getan, auch wenn man es in zwei Sekunden selbst verkabelt hat. Davon abgesehen sind aber alle drei Sets bzw. das Komplettpaket überaus empfehlenswert, wenn man die Tugenden des ACE ausnutzen will: Aggressiv, druckvoll und schneidend snd viele davon und bestens geeignet für diverse elektronische Tanzstile. Während die Werkssounds also in die Breite gehen, sind die CFA-Patches spezialisierter und ihr Geld ganz und gar wert.